Notarzt-Versorgung muss gerade in ländlichen Regionen umfassend abgesichert werden!

SPÖ-Gleichbehandlungssprecher fordert bundesweit mehr Ressourcen gegen Ärzt*innen-Mangel

Dringend mehr Ressourcen im Kampf gegen den Ärzt*innen-Mangel im ländlichen Raum fordert SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner. Während im aktuellen Bundesbudget dafür keine eigenen Mittel vorgesehen sind, zeugt die Situation in Lindners eigener Heimatregion Liezen von den akuten Problemen, die der Mangel an Ärzt*innen im ländlichen Raum gerade für die Notarzt-Versorgung mit sich bringt:

„Im größten Bezirk Österreichs erleben wir seit Wochen eine massive Krise in der Notarzt-Versorgung – ländliche Regionen sind in Notfällen immer häufiger nicht mit ausreichend ärztlichem Personal versorgt, das können und dürfen wir nicht so hinnehmen!“, so Lindner, der auch Regionalvorsitzender der Liezener SPÖ ist.

Der Bezirk Liezen stehe dabei beispielhaft für viele andere Regionen in Österreich. So gab es am reiseintensiven Pfingstwochenende an den Standorten Schladming, Bad Aussee, sowie im Großraum der Stadt Liezen keinen Visitenarzt und auch der Notarzt-Standpunkt Rottenmann war teilweise unbesetzt. Zwei Wochen später zeigt sich für Lindner nun eine akute Verschlechterung der Versorgungsinfrastruktur.

„Wir erleben auch nach Pfingsten, dass die Notarzt-Versorgung in Teilen der Region einfach nicht gegeben ist. Das führt zu kritischen Situationen, die einfach nicht ignoriert oder kleingeredet werden dürfen“, warnt Lindner, der selbst als stv. Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes tätig ist.

Konkret war beispielsweise der Notarzt-Stützpunkt Rottenmann am Samstag nach Pfingsten für 24 Stunden, am Fronleichnamswochenende von Freitag 15 Uhr bis Montag 7 Uhr, sowie von gestern (21. Juni) um 14 Uhr bis heute Morgen um 7 Uhr unbesetzt. Am Samstag, dem 11. Juni, kam es daher zu einer schwierigen Situation, in der gleich zwei Notarzt-Einsätze gleichzeitig absolviert werden mussten. „Am Fronleichnamssamstag haben wir leider sogar einen Herzstillstand erlebt, während der Notarzt-Stützpunkt Rottenmann unbesetzt war und beide Notarzt-Hubschrauber der Obersteiermark mit anderen Einsätzen unterwegs waren“, zeigt Lindner auf. Daher fordert Lindner nicht nur Sofortmaßnahmen, die Ärzt*innen aus den Krankenhäusern erlauben, in der Region rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche für den Notarzt-Dienst eingesetzt werden zu können.

„Neben solchen kurzfristigen Maßnahmen muss aber auch klar sein: Das Grundproblem liegt im Ärzt*innen-Mangel in ganz Österreich. Es braucht umgehend mehr Ressourcen, um Ärzt*innen gerade in ländliche Regionen zu bringen. Als Politik haben wir die Aufgabe, gerade in bevölkerungsschwachen Regionen eine flächendeckende Gesundheitsversorgung zu garantieren – wir dürfen insbesondere den Osten unseres Bezirkes nicht im Stich lassen!“, so der SPÖ-Abgeordnete abschließend.